NEWSLETTER 7/17

„Warum sollte Mediation was bringen – vor allem, wenn die Fronten verhärtet sind?“

Es erfordert Mut und Kraft, sich einem Gegenüber zu stellen, mit dem ich einen Konflikt habe. Am liebsten gehen wir dem anderen ja gerade dann aus dem Weg. Auch das Gemeinsam-an-einem-Tisch-sitzen in einer Mediation ist erst mal Stress. Doch die Dauerbelastung durch einen Konflikt ist letztlich größer. Denn: Ein Konflikt löst sich nicht von selbst auf. Im Gegenteil: Meistens wird es mit der Zeit nur noch schlimmer!

Was passiert bei einer Mediation eigentlich?

Mediation sortiert erst mal, worum es überhaupt geht. Jeder hat seine eigenen Themen, aber es gibt immer auch gemeinsame, allerdings aus der jeweils ganz eigenen Sicht. Im privaten Schlagabtausch der Argumente kommt manches davon zwar auch zur Sprache, doch gleichzeitig kochen die Emotionen hoch. Dadurch hört man oft gar nicht richtig hin, kriegt alles nur im Ansatz mit oder gefärbt durch die eigene „Konfliktbrille“: Befürchtungen, Annahmen, Interpretationen schwingen mit und verhindern den konstruktiven Austausch. Denn während der andere spricht, ist man meistens schon dabei, die eigenen Argumente für den nächsten (Gegen-)Schlag bereitzulegen.

Als Mediatorin unterbreche ich diese eingefahrenen Abläufe und sorge dafür, dass jeder Zeit und Gelegenheit hat, seine Themen und Interessen so vorzubringen, dass sie beim anderen ankommen. Damit das gelingt, setze ich unterschiedliche Gesprächs- und Interventionstechniken ein.

Gleichzeitig schütze ich die Streithähne davor, sich immer wieder neu zu verletzen, wie es oft durch das „Wiederkäuen“ der Ereignisse aus der Vergangenheit – samt der damit verbundenen Vorwürfe – geschieht. Stattdessen geht es in der Mediation darum, den Blick in die Zukunft zu richten, auf zukünftige Lösungen.

Damit das möglich wird, unterstütze ich beide Seiten gleichermaßen dabei herauszufinden, was den Konflikt immer wieder neu befeuert. In der Regel sind das unerfüllte Wünsche und Bedürfnisse, die so oft noch gar nicht erkannt, geschweige denn benannt worden sind.

Fakt ist: Ein Konflikt kann nur gelöst werden, wenn sich jeder in seiner Sichtweise, seinen Interessen und Wünschen gesehen, verstanden und respektiert fühlt. Wenn das herausgearbeitet ist, gerät der Prozess meist in deutlich ruhigeres Fahrwasser: Die Parteien gehen daran, gemeinsam Lösungen für ihre Interessen zu finden.

Aber warum soll ich mich überhaupt auf eine Mediation einlassen, wenn ich dem anderen am liebsten nur aus dem Weg gehe?

Ja, dieser Fluchtmechanismus ist eine allgemein menschliche und verständliche Reaktion – gerade, wenn die Sache schon sehr verfahren ist.

Doch ein unbearbeiteter Konflikt löst sich nicht von selbst auf! Im Gegenteil: Er macht Stress, raubt Zeit und Energie. Im Job leben manche so lange damit, dass ihnen die Arbeit vergällt wird und sie schließlich kündigen. Der Grund: Ein unbearbeiteter Konflikt schraubt sich immer weiter hoch (Eskalationsprinzip) und damit steigt das Stresspotential. Die Konzentration und die Arbeitsleistung leidet; das Privatleben wird oft genug negativ beeinflusst. Im schlimmsten Fall zeigen sich irgendwann körperliche Symptome – bis hin zu Krankheiten.

Eine Mediation kann den Teufelskreis stoppen und sogar neue, vorher ungeahnte Einblicke und Möglichkeiten eröffnen.

Was kann mir eine Mediation bringen?

Eine Mediation hat viele Vorteile:

  • ŸMissverständnisse werden geklärt
  • ŸIch kann meine Interessen klar machen, so, dass sie – vielleicht erstmalig – vom anderen wirklich gehört werden
  • ŸDer andere entwickelt Verständnis für meine Position
  • ŸIch erfahre Hintergründe von meinem Gegenüber, die die Situation in neuem Licht erscheinen lassen
  • ŸIch gewinne mehr Klarheit über das, was ich brauche, um mich wohlzufühlen und mit dem anderen auszukommen
  • ŸDer andere entwickelt mit mir gemeinsam Lösungen für die Situation
  • ŸWir können besser zusammenarbeiten
  • ŸIch kann mich auf meine Arbeit konzentrieren
  • ŸIch bin spürbar weniger gestresst

Mit Mediation wird möglich, was vorher unmöglich erscheint.

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